
Zu Null und trotzdem unter Strom
Der FCB bessert seine Heimbilanz auf. Erstmals seit letztem Oktober gewinnt man zwei Spiele in Folge. Für Diskussionsbedarf sorgen die Emotionen des Trainers und die Rolle des Captains.
06.03.2026
Stephan Lichtsteiner erlebt eine Premiere als FCB-Trainer: Zwei Siege in Folge, dazu seine zweite gelbe Karte und wieder einmal ordentlich Gesprächsstoff. Nicht nur mit dem Schiedsrichter, sondern auch mit GC-Captain Abrashi. Lichtsteiner eckt an, zeigt Kante und sagt klar: «Für Emotionen muss ich mich nicht entschuldigen.»
Sportlich geht es um Fortschritte, aber auch um offene Baustellen. Der FCB gewinnt gegen GC zu Null, zum ersten Mal seit Mitte Dezember. Stephan Gutknecht bilanziert: «Der Start war gut, danach baute Basel stark ab.» In der zweiten Halbzeit wurde es wieder stabiler, trotzdem blieb es bis zum Schluss eng.
Im Fokus stehen mehrere Personalien: Becir Omeragic überzeugt mit einem starken Einstand, wirkt sofort wie ein Chef in der Defensive und gibt der Mannschaft Stabilität. Metinho ist zurück und schliesst die Lücken als fleissiger Scheibenwischer vor der Abwehr. Diskutiert wird auch Shaqiris Rolle auf dem Flügel, wo er weniger Einfluss aufs Spiel hatte und zur Pause angeschlagen raus musste. Lichtsteiner erklärt, dass man von Match zu Match entscheiden müsse, was für das Team die beste Lösung sei.
Unser Podcast-Duo spricht auch über die neuen FIFA-Regeln. Mehr VAR-Eingriffe, strengere Zeitspiel-Kontrollen und weitere Anpassungen, die den Fussball verändern könnten. Kevin Wandji Tchatat steht dem, als «Traditionalist» kritisch gegenüber.
Zum Schluss: Der FC Basel kann mit einem Sieg gegen den FC St. Gallen die Lücke zu den Europacup-Plätzen verkürzen. Dafür muss der FCB sauber am Ball sein, defensiv wach bleiben und im Umschalten konsequent zuschlagen.