
Weiterer Todesfall im Basler Zolli
Nach dem Tod des Gorilla-Männchens Mobali muss der Basler Zolli einen weiteren Todesfall in der Gorillagruppe bekannt geben.
15.07.2026
Die Gorillagruppe des Basler Zolli verzeichnete innerhalb eines Tages gleich zwei Todesfälle. Gorilla-Männchen Mobali (11) musste gestern aufgrund der Folgen einer Bissverletzung durch Silberrücken Yeba (14) eingeschläfert werden. Ebenfalls am Dienstag verstarb das vier Tage zuvor geborene Jungtier von Gorilla-Weibchen Joas (37), wie der Zolli heute mitteilt.
In den ersten vier Lebenstagen zeigte Joas das für Gorillas typische mütterliche Verhalten und hielt ihr Jungtier eng an ihrem Körper. Gestern Nachmittag nahm Silberrücken Yeba das Jungtier an sich und zeigte ein ausgeprägtes Interesse daran. Gleichzeitig liess er die Mutter nicht mehr in seine unmittelbare Nähe. Im weiteren Verlauf kam es zu Rangeleien zwischen Joas und Yeba, wie der Zolli weiter schreibt. Dabei wurde das Jungtier durch einen unbeabsichtigten Biss von Yeba in den Brustkorb tödlich verletzt.
Bei Gorillas kommt es vor, dass Mütter ihre verstorbenen Jungtiere noch über mehrere Tage oder Wochen bei sich tragen. Auch im aktuellen Fall trägt Joas ihr totes Jungtier weiterhin bei sich. Der Basler Zolli ermöglicht dieses natürliche Verhalten und greift nicht ein. Das Affenhaus bleibt geöffnet, teilt der Zolli mit.