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Bauern schwimmen in zu viel Milch

Aktuell wird mehr Milch produziert, als für die Verarbeitung genutzt wird. Die Konsequenz: Milchpreise sinken und bringen Milchbauern in eine finanziell schwierige Lage.

19.03.2026 Aline Zingg

Auf dem Hof Habsen in Eptingen stehen 35 Kühe im Stall. Jeden Tag geben sie rund 900 Liter Milch. Aktuell produzieren die Tiere somit mehr Milch als es für die Verarbeitung braucht. Dies führt dazu, dass die Preise für ein Kilogramm Milch sinken. Heute ist es rund ein Drittel weniger als zuvor sagt Martin Degen der den Hof betreibt. 

Der Grund für diese Überproduktion liegt im Futter. Durch das Wetter im vergangenen Jahr ist das Futter nun besonders gut. Und durch die Blauzungen-Krankheit letztes Jahr wurden weniger Kälber zur Welt gebracht - das heisst, es gab weniger Milch. Aber jetzt sieht alles anders aus und die Bauern brauchen Lösungen. Eine Möglichkeit ist, die Kühe, welche wenig oder schlechtere Milch geben, an den Metzger zu verkaufen. Für Martin Degen vom Hof Habsen ist dies jedoch keine langfristige Lösung.

Der Hof Habsen in Eptingen spürt die finanziellen Folgen besonders, da der Betrieb auf die Milchproduktion ausgerichtet ist. Sich darum neu zu orientieren sei nicht sinvoll. Denn auch dies würde viel Geld kosten.