
Baselbiet rechnet mit 14 Millionen Franken Defizit im 2027
Der Kanton Baselland bleibt in den roten Zahlen. Für die Jahre 2027 und 2028 budgetiert der Regierungsrat ein Minus - trotz höheren Steuereinnahmen.
23.09.2026
Höhere Ausgaben für die Schulen, Gesundheit und den Klimaschutz. Das sind die finanziellen Herausforderungen, mit dem sich der Kanton Baselland in Zukunft konfrontiert sieht. Das zeigt der neue Finanzplan 2027 - 2030, den Finanzdirektor Anton Lauber am Mittwoch vorgestellt hat.
Millionen-Defizit in den kommenden beiden Jahren
Der Regierungsrat streicht an der Präsentation heraus, dass der Kanton dank den Steuereinnahmen finanziell immer noch gut dasteht. Man habe nach wie vor ein finanzielles Polster für kommende Herausforderungen, so Anton Lauber.
Die Steuereinnahmen entwickeln sich positiv. Der Kanton rechnet gegenüber dem letzten Budget mit 125 Millionen Franken an zusätzlichen Steuereinnahmen. Das ist insbesondere auf die Einkommenssteuern (+ von 90 Millionen Franken) zurückzuführen. Bei den Unternehmensgewinnsteuern wird allerdings mit 32 Millionen Franken weniger budgetiert.
Dass in den kommenden beiden Jahren mit einem Defizit gerechnet wird, hat mit steigenden Kosten zu tun.
2027 soll das Minus 14 Millionen Franken betragen, 2028 dann sogar 29 Millionen Franken. Die Regierung begründet dies mit höheren Ausgaben für die Polizei (zusätzliche Stellen). Zudem sollen Pflege- und Sonderschulen ausgebaut werden. Ausserdem unterstützt der Kanton die Gemeinden finanziell stärker, wenn es um die Unterbringung Asylsuchender geht. Aufgrund Sparmassnahmen unterstützt der Bund den Kanton hierbei nicht mehr so stark.
In den Jahren 2029 und 2030 budgetiert das Baselbiet dann mit Überschüssen von 22 und 135 Millionen Franken.
Weitere Investitionen geplant
Trotz den Engpässen will der Kanton Baselland auch in Zukunft weiter investieren. Beispielsweise in den Klimaschutz oder in die Digitalisierung der Verwaltung. Der begrenzte finanzielle Handlungsspielraum soll entsprechend verantwortungsvoll genutzt werden, um die zentralen Schwerpunkte beizubehalten.
Im Budget 2027 belaufen sich die Nettoinvestitionen auf 216 Millionen Franken. Die grössten Projekte sind das Berufsbildungszentrum Campus Polyfeld in Muttenz mit 67 Millionen Franken und die Sanierungen und Umbauten der Sekundarschulen Allschwil und Pratteln mit zusammen 59 Millionen Franken.
Update folgt mit Interview mit Regierungsrat Anton Lauber...