Versorgung neu vernetzt: Das Baselbieter Gesundheitssystem der Zukunft, © Gustavo Fring
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Versorgung neu vernetzt: Das Baselbieter Gesundheitssystem der Zukunft

Zu kompliziert, zu wenig transparent: Das Gesundheitssystem im Baselbiet steht vor einem Umbruch. Ein neues Modell soll Patienten gezielter lenken und gleichzeitig Spitäler entlasten. 

06.05.2026 Manuel Maag

Das Baselbiet will sein Gesundheitssystem grundlegend umbauen. Mit dem Projekt «Gesundheit BL 2030» entsteht ein neues Versorgungsmodell, das schweizweit als Vorbild dienen könnte. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten besser durch das System zu führen und gleichzeitig Spitäler sowie Arztpraxen zu entlasten.

Heute sei das Gesundheitssystem oft zu kompliziert und wenig transparent, sagt Regierungsrat Thomi Jourdan.

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Kernstück des neuen Modells ist die digitale Plattform «OpenHealth BL». Darüber sollen künftig alle wichtigen Akteure im Gesundheitswesen miteinander vernetzt werden – darunter Spitäler, Hausärzte, Apotheken und die medizinische Notrufzentrale. Sie können so relevante Patientendaten schnell und sicher austauschen.

Aus Sicht der Ärzteschaft bietet das Modell Chancen, stellt aber auch grosse Anforderungen. Das erkärt Tobias Eichenberger, Präsident der Ärztegesellschaft Baselland.

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Unterstützt wird das Projekt bereits von sieben Krankenkassen. In den kommenden Monaten sollen die Grundlagen für eine erste Pilotphase geschaffen werden. Ab dem nächsten Jahr ist eine schrittweise Umsetzung geplant.

Langfristig soll das neue System nicht nur die Qualität der Versorgung verbessern, sondern auch die steigenden Gesundheitskosten bremsen.