Umfrage zeigt: Basler Wohnschutz schadet dem Baugewerbe, © Frank Rietsch
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Umfrage zeigt: Basler Wohnschutz schadet dem Baugewerbe

Der Basler Wohnschutz schadet dem Basler Baugewerbe, das zeigt eine Umfrage des Gewerbeverbandes bei seinen Mitgliedern. Umsätze sind eingebrochen und Mitarbeitende mussten entlassen werden.

07.05.2026 Noemi Leuenberger

Es ist ein Thema, über das in Basel-Stadt seit Jahren diskutiert wird: Der Wohnschutz. Seit rund 4 Jahren gilt das entsprechende Gesetz. Es wurde eingeführt zum Schutz der Mieterinnen und Mieter vor sogenannten Luxus-Sanierungen. Gut gemeint, jedoch schadet der Wohnschutz dem Basler Baugewerbe. Es wird offenbar weniger saniert und gebaut, das zeigt jetzt eine Umfrage des Basler Gewerbeverbands bei seinen Mitgliedern.

Umsatz eingebrochen, Stellen gestrichen

2024, also zwei Jahren nach Einführung des Wohnschutz-Gesetzes, ist laut der Umfrage der Umsatz bei fast jedem Dritten Betrieb mehr als 20 Prozent eingebrochen. Vor dem Wohnschutz-Gesetz meldeten zwei Drittel der Betriebe stabile bis sehr gute Umsätze, 2024 verzeichnete keines der befragten Unternehmen mehr ein Plus. Dem Direktor des Basler Gewerbeverbandes, Reto Baumgartner, geben diese Zahlen zu denken.

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Auch auf Lehrstellen hat der Wohnschutz einen Einfluss. Laut Umfrage hat bereits mehr als jedes sechste Unternehmen Lehrstellen gestrichen. Mieterschutz vor Luxus-Sanierungen sei zwar richtig, findet Reto Baumgartner. Das Wohnschutz-Gesetz würde aber zu weit gehen.

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Der Gewerbeverband fordert nun, dass die enstprechenden Vorstösse, die zur Thematik aktuell im Grossen Rat noch hängig sind, rasch umgesetzt werden.

Das sagt die Baubranche zur heute veröffentlichten Umfrage des Gewerbeverbands:

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