
Ruinen-Serie: Die frisch sanierte
Basilisk zu Besuch auf den Ruinen der Region: Heute stellen wir die Ruine Neu Schauenburg vor.
09.10.2026
Ganz idyllisch steht die Ruine Neu Schauenburg auf einem Felskopf, westlich von Frenkendorf. Ein Schotterweg führt zu ihr hin. Auf diesem Weg, etwa 300 Meter von der Ruine entfernt, befindet sich ein Häuschen, das sogenannte «Stöckli». Es gehört ebenfalls zur Ruine und wird als Ferienresidenz von der Familie von Tscharner genutzt. Seit mehreren Generationen ist die Ruine im Besitz der Familie. Heute gehört sie Renata von Tscharner, die in den 70er Jahren in die USA ausgewandert ist. Sie verbindet ganz viele Erinnerungen mit der Ruine.
Die Ruine wurde vermutlich rund ums Jahr 1150, von den Herren von Schauenburg erbaut. Beim grossen Erdbeben von Basel 1356 wurde sie zerstört und danach wieder aufgebaut. In den Jahrhunderten danach wechselten die Besitzer mehrmals von einem reichen Basler zum Anderen. Anfang des 19. Jahrhunderts bauten die damaligen Besitzer einen Pavillon oben auf die Ruine. Dieser diente nicht zum Wohnen, sondern bloss, um die Aussicht zu geniessen. Daher auch der Name «Pavillon de Plaisir».
Im Jahr 2017 stürzte ein Teil der Rundmauer ein. 2020 fand die erste Notsanierung um den Pavillon herum statt. Denn auch dieser war damals in Gefahr. Mit einem Gesamtbetrag von rund 4 Millionen Franken wurde die gesamte Rundmauer zwischen 2024 und 2026 saniert.
Wenn die Sanierungsarbeiten Ende 2026 beendet sind, können ab nächstem März Führungen angeboten werden. Dafür können sich Interessierte beim Ortsmuseum Frenkendorf anmelden. Renata von Tscharner freut sich darüber, die Ruine für Besucher zu öffnen. Sie hofft, das Interesse an Geschichte wird dadurch in den Menschen geweckt.
Die Vergangenheit und Zukunft der Ruine