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Lautlos durch die Nacht: Basel ist eine Fledermaus-Stadt

Wenn es dunkel wird, werden sie aktiv. Fledermäuse. Rund 23 Arten leben in der Region Basel. Wie sich Vereine und Fachstellen für ihren Schutz einsetzen.

12.05.2026 Manuel Maag

Wenn es dunkel wird, beginnt für sie der Arbeitstag: Fledermäuse. Rund 23 verschiedene Arten leben in der Region Basel. Besonders wohl fühlen sie sich entlang des Rheins, in Gärten oder in alten Gebäuden.

Fledermäuse sind die einzigen aktiv fliegenden Säugetiere der Welt. Orientierung finden sie mit Ultraschall. Sie senden Töne aus, die für Menschen nicht hörbar sind. Über das Echo erkennen sie Hindernisse oder Beute.

Die Tiere sind wichtig für die Natur. Eine Fledermaus frisst pro Nacht tausende Insekten – etwa einen Drittel ihres eigenen Körpergewichts. Gleichzeitig sind die Tiere bedroht. Probleme sind unter anderem Lichtverschmutzung, Gebäudesanierungen oder der Rückgang von Insekten.

In der Region Basel setzen sich verschiedene Organisationen für ihren Schutz ein. Der Verein Pro Chiroptera, der sich für den Fledermaus-Schutz in der Region Basel einsetzt, zählt rund 200 Mitglieder. Im Zentrum steht die Sensibilisierung der Bevölkerung auf das Tier. Wie genau man Fledermäusen helfen kann, erklärt Céline Martinez von Pro Chiroptera.

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Auch Beobachtungen aus der Bevölkerung helfen weiter. Wer beispielsweise Fledermauskot entdeckt, kann dies melden. Der Kot ist oft sandig und enthält sichtbare Insektenreste. So können Quartiere besser geschützt werden.

Ein spezielles Projekt von Wilde Nachbarn beider Basel ermöglicht es zudem, Fledermäuse hörbar zu machen. Mit kleinen Aufnahmegeräten werden ihre Ultraschall-Laute aufgezeichnet und später ausgewertet. Julia Felber, Projektleiterin von Wilde Nachbarn beider Basel erklärt, wie und wofür dieses Gerät verwendet wird.

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Und noch ein Fun Fact: Forschende haben beobachtet, dass Fledermäuse tatsächlich «betrunken» werden können – nämlich dann, wenn sie vergorene Früchte fressen.