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Keine Probleme rund um das Wohnheim mit minderjährigen Asylsuchenden

Seit einem halben Jahr leben 16 minderjährige Asylsuchende in einem Wohnheim im Neubad-Quartier. Die Behörden sind zufrieden mit dem Betrieb.

26.08.2025 Stephan Gutknecht

Die Aufregung war gross: Als das Wohnheim für unbegleitete minderjährige Asylsuchende bekannt wurde, gab es Unmut im Neubad-Quartier. Es gab Bedenken wegen der Sicherheit, dem Lärm und dem Abfall. Mittlerweile hat sich die Aufruhr gelegt. «Der Betrieb läuft problemlos», erklärt Ruedi Illes (Amtsleiter der Sozialhilfe). Die 16 Jugendlichen werden eng begleitet. Eine Betreuung findet rund um die Uhr statt.

Die Jugendlichen fühlen sich im Quartier wohl und «angekommen». Sie bezeichnen das Wohnheim als ihr Zuhause. Die Begegnungen mit der Bevölkerung seien freundlich, betont Ruedi Illes. Die Behörden hätten auch keine negativen Reaktionen erhalten. Vor den Sommerferien habe ein positiver Austausch mit der Nachbarschaft stattgefunden. 

Unbehagen löste auch ein Spielplatzverbot aus. Gegen den Entscheid der Behörden wurde eine Petition lanciert. Zudem wurde im Grossen Rat ein Vorstoss eingereicht. Nun heisst es von der Basler Sozialhilfe: «Das Nutzungsverbot wurde bereits aus der Hausordnung entfernt. Es ist aber weiterhin nicht davon auszugehen, dass die minderjährigen Asylsuchenden den Spielplatz nutzen. Sie halten sich in ihrer Freizeit an anderen Orten (z.B. Schützenmattpark oder am Rheinbord etc.) auf.»