
Basler Unispital mit 6,6 Millionen Franken Gewinn
Das Unispital verzeichnet mehr ambulante und stationäre Fälle. Nun steht die Übernahme des Claraspitals im Zentrum.
09.04.2026
Es war ein Paukenschlag in der Gesundheitsbranche. Im letzten Jahr hat das Basler Universitätsspital den Kauf des Claraspitals vollzogen. Es ist eine teure Übernahme, auch wenn der offizielle Preis nicht bekannt ist. Durch die Übernahme hat das Unispital auf den Bau des Klinikums 3 verzichtet. Dies führte zu einem Sondereffekt in der Erfolgsrechnung. Eigentlich hätte das Spital einen Konzerngewinn von 19,1 Millionen erzielt - davon 16,1 Millionen aus dem Spitalbetrieb. Das USB schrieb die aufgelaufenen Investitionen in die Planung des Klinikums 3 ab.
Der Betrieb läuft weiterhin gut. Der stationäre Bruttoerlös stieg um 6.7%. Beim ambulanten Umsatz konnte sogar ein Plus von 10.7% erreicht werden. Dies sei «ein Indikator, das den Stellenwert des USB als Spital der Wahl in der Nordwestschweiz unterstreicht», heisst es im Jahresbericht. Insgesamt wurden 64‘000 stationäre Fälle in den Spitalbetrieben behandelt. Rund ein Drittel der Patientinnen und Patienten stammt aus dem Baselbiet. Robert-Jan Bumbacher (Verwaltungsratspräsident) betont: «Das gute Ergebnis verdanken wir dem grossen Einsatz unserer Mitarbeitenden und einer laufenden Verbesserung unserer Prozesse».
Das laufende Jahr sei von der Übernahme des Claraspitals geprägt. Sie verbessert die Versorgung in der Region gezielt und erschliesst zusätzliche Synergien.
Eine Herausforderung ist gemäss dem Unispital auch die Umsetzung der neuen ambulanten Tarifstruktur Tardoc. Dadurch werde «die Komplexität in der Leistungsabrechnung erhöht und führt bei verschiedenen Fachdisziplinen zu geringeren Erträgen». Dies könnte laut dem Unispital in einer Unterfinanzierung münden.