Bettina Speich Moderatorin bei Radio Basilisk

Im Studio

Bettina Speich

Das Basilisk-Wochenthema für jeden Tag

Es gibt Themen, die näher beleuchtet gehören. Basilisk richtet den Fokus auf Top-Themen der Region und gibt diesen um 11.45 eine Plattform. Da wird mal der Blick hinter die Kulissen eines Kunstbetriebs geworfen oder die Wahrheit über eine Legende aufgedeckt. Und auch spannende Events und Regio-Ereignisse werden von uns unter die Lupe genommen. Bleiben Sie also dran am Thema und erfahren im Basilisk Fokus jeden Tag mehr.

Römer-ABC

Bei Basilisk gibts ein Römer-ABC – 2-Mal täglich in der Morgenshow zwischen 9 und 10 Uhr und zur Fokus-Zeit um 11.45 Uhr.

Hier das komplette Römer-ABC.

  • A – Augustus / Augusta Raurica
    Ob die Menschen in der Antike diese Stadt auch als Augusta Raurica bezeichneten, ist nicht gesichert. Der volle Name lautet nämlich «Colonia Paterna Munatia Felix Apollinaris Augusta Emerita Raurica».
    Gegründet wurde die Stadt von Lucius Munatius Plancus. Seine Statue aus dem Jahr 1580 steht übrigens noch heute im Hof des Basler Rathauses. Er war unter Julius Caesar Statthalter in Gallien und gründete neben der Stadt Lyon auch Augusta Raurica. Allerdings scheint nach der Ermordung Caesar zunächst nichts passiert zu sein. Erst unter Kaiser Augustus wurde mit dem Bau der Stadt begonnen. Ihm zu Ehren ist sie auch benannt – das Augusta bezieht sich auf den Kaiser. Der Namensbestandteil Raurica bezieht sich auf den keltischen Volksstamm der Rauriker, der einst hier gelebt hat.
  • B – Basilia (Basel)
    Augusta Raurica war eine Neugründung, die von den römischen Eroberern an einer strategisch günstigen Lage errichtet wurde. Das zeigt sich am symmetrischen Raster der Stadt. Anders sieht es im 10 km entfernten Basel aus. Dort lebte eine keltische Bevölkerung schon lange vor den Römern. Nachdem das Gebiet erobert wurde, hat sich das kulturelle und administrative Zentrum der Region mit der Gründung von Augusta Raurica verschoben. Basilia blieb während der Römerzeit eine kleine Siedlung.
    Nachdem die Römer sich im 5. Jahrhundert aus der Region zurückzogen, verlor Augusta Raurica an Bedeutung und Basel wurde wieder zum wichtigsten Knotenpunkt in der Region.
    Die Namensherkunft von Basel ist im Gegensatz zu Augusta Raurica nicht klar. Sehr wahrscheinlich bezieht es sich nicht auf einen Basilisken, sondern auf den Namen Basilius. Wer das war, wissen wir aber leider nicht.
  • C – Caesar und Helvetier
    Julius Caesar eroberte bekanntlich Gallien. Ganz Gallien? Ja, ganz Gallien. Auch wenn sich die einheimischen Kelten wehrten, hatten sie gegen die gut organisierte römische Armee keine Chance. Kleinere Stammesgruppen der Helvetier verliessen das Mittelland und zogen in Richtung des heutigen Frankreichs in einem Versuch, sich neue Gebiete anzueignen. Sie wurden aber von der römischen Armee gestellt und bei Bibracte (heutiges Zentralfrankreich) geschlagen. Daraufhin mussten sie zurück in ihre Heimat und wurden später in das römische Reich integriert. Das Bürgerrecht besassen die Helvetier nicht, respektive nur wenige ausgesuchte Persönlichkeiten. Erst im Jahr 212 n. Chr. wurden die Einheimischen in den römischen Kolonien rechtlich gleichgestellt. Die Helvetier waren zu diesem Zeitpunkt stark romanisiert, trotzdem hatten sich die keltische Umgangssprache, keltische Gottheiten und Bräuche erhalten. Von Westen nach Osten bestand dabei ein starkes Gefälle in der Stärke der sogenannten Romanisierung – der Vorbote des Röstigrabens?
  • D – Denar
    Das Geldwesen im römischen Reich war lange Zeit ein stabiles System, welches im ganzen Imperium – von Britannien bis Nordafrika – funktionierte. Doch wieviel verdienten die Menschen und was kostete damals ein Brot oder eine neue Tunika? Ein einfacher Legionär erhelt im 1. Jahrhundert ungefähr 1/2 Denar, das entspricht 2 Sesterzen, Sold pro Tag, ein Centurio schon 7 Denare pro Tag und ein Handwerker (Maurer, Zimmermann, Schmied, Bäcker) etwa 1/4 Denar, also ein Sesterz pro Tag. Der Statthalter der Provinz Gallia Belgica verdiente ganze 75’000 Denare pro Jahr – das Gefälle war also schon damals gross. Eine Portion Getreide kostete 1 Denar, ein Huhn die Hälfte und ein Schwein 5 Denare. Eine neue Tunika kostete 4 Denare, neue Schuhe ebenfalls. Dafür war der Eintritt in die öffentlichen Bäder billig: mit einem Denar hätte man 64 mal baden können!
  • E – Essen und Trinken
    Festgelage und Wein im Überfluss – solche Bilder gehen vielen durch den Kopf, wenn man an die römische Esskultur denkt. Doch war das wirklich so? Der antike Durchschnittsmensch ernährte sich von relativ simplen Gerichten aus Getreide und Gemüse. Auch Obst, Eier und Käse kamen auf den Tisch, Fleisch eher selten. Das aus der Antike überlieferte Kochbuch des Apicius gibt Einblicke in verschiedene Speisen, die sich allerdings eher an eine Oberschicht richten. Das zeigen die eher exotischen Rezepte für beispielsweise Zitterrochen oder Haselmäuse.
    Viele Menschen bevorzugten es, ihre Verpflegung in einer der zahlreichen Tavernen zu kaufen, die es in jeder römischen Stadt gab. Das war nicht nur billiger als zuhause kochen, sondern aufgrund der Feuergefahr in vielen Häusern auch sicherer. Die Gerichte dort bestanden hauptsächlich aus Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Linsen. Getrunken wurde verdünnter Wein.
    Für heutige Hobbybäckerinnen und Bäcker eignet sich der Workshop «Vom Korn zum Römerbrot» in Augusta Raurica übrigens bestens!
  • F – Forum
    Im Moment ist auf dem Forum in Augusta Raurica ein grosses Zelt, eine Rennbahn für Streitwagen und eine Kampfarena für Kinder aufgebaut. Doch wie sah es hier vor 2000 Jahren aus? Zum Forum von Augusta Raurica gehörten der Forumplatz im Zentrum, ein mächtiges Verwaltungs- und Gerichtsgebäude und das halbrunde Rathaus sowie der heilige Bezirk mit einem Tempel. Auf dem rechteckigen Platz waren Statuen und Inschriften der ehrenvollsten Bürger von Augusta Raurica aufgestellt. Der Forumplatz war von Säulenhallen und kleinen Kammern gesäumt, die als Büros von Ämtern und Handelsgesellschaften, wie z.B. Geldwechslerstuben dienten. Die Kammern an den Aussenseiten wurden wahrscheinlich als Läden und Lagerräume genutzt. Auf dem Forum wurden auch religiöse Feste gefeiert und Kandidaten für politische Ämter warben dort um Wähler.
  • G – Gladiatoren und Amphitheater
    Das Amphitheater von Augusta Raurica liegt heute in der Nähe der Autobahn. Bereits in der Antike war das Gebäude eher am Stadtrand gelegen. Einst fasste es an die 13000 Besucherinnen und Besucher. Über die Gladiatoren, die dort gekämpft haben, wissen wir aber wenig. Funde wie das Gladiatorenmosaik aus einem vornehmen Stadthaus zeigen aber, dass die Arenahelden durchaus von Interesse waren. Auch Tierkämpfe und Jagden wären hier zu erwarten gewesen. Die Kämpfe endeten übrigens nicht immer blutig – vielmehr waren es Schaukämpfe zwischen gut ausgebildeten Athleten. Manche überlebten ihre Karriere sogar und erzählen auf ihren Grabsteinen stolz von ihren Siegen.
  • H – Handwerk
    Neben den Gladiatoren und Legionären wird Augusta Raurica diesen Sommer auch von einer Textilhandwerkerin, Glasbläsern, einer Knochenschnitzerin, einem Fibelschmied, einem Seiler und einem Schuhmacher besucht. Allesamt Berufe, die es zur Römerzeit so gab und welche unsere Schaustellerinnen und Schausteller so authentisch wie möglich darstellen.
    Schmied und Schuhmacher als Berufe überraschen wohl nicht – aber was ist mit der Knochenschnitzerin? In der Antike wurden tatsächlich viele Alltagsgegenstände aus Knochen hergestellt, beispielsweise Haarnadeln, Löffel, Schmuckperlen, Spielsteine und Würfel oder auch Schwertgriffe und Möbelteile.
  • I – Insula
    Unser heutiges Bild vom Leben in einer römischen Stadt ist stark geprägt von den Stadthäusern und Palästen der Elite. Das einfache Volk lebte in Mietswohnungen, welche in Häuserblocks, lateinisch Insula, angesiedelt waren. Diese Mietshäuser mit mehreren Etagen waren in allen grösseren Städten zu finden, da die Fläche innerhalb der Stadtmauern begrenzt war. Anders als bei uns waren die Wohnungen in den oberen Stockwerken nicht besonders geschätzt und deshalb billiger, da es meist nur im ersten Stock fliessendes Wasser gab und die Einsturzgefahr gross war.
    Die Grösse der Wohnungen schwankte – manche nahmen die Fläche der ganzen Insula ein, andere bestanden nur aus zwei kleinen Räumen.
  • J – Juli
    Das Sommerprogramm in Augusta Raurica findet im Juli und August statt – wie passend, denn beide Monate sind nach wichtigen römischen Staatsmännern benannt! Julius Caesar und der Kaiser Augustus, nach dem auch August Raurica benannt ist. Doch nicht nur unsere Monatsnamen beziehen sich auf ursprünglich römische Begriffe. Man denke nur an die Planeten oder Bezeichnungen für verschiedene Metalle! Auch Worte, die wir häufig benutzen, haben römische Wurzeln: Bizeps, Bonus, Kalorien, Kolonne, Dokument oder Firma. Die Römer und ihre Sprache sind also noch lange nicht tot!
  • K – Kastell
    Wer heute durch Kaiseraugst spaziert, wird schnell die dicken Mauern bemerken, die dort immer noch sichtbar sind. Sie zeugen von einem wichtigen Ereignis in der Stadtgeschichte von Augusta Raurica. Um 300 n. Chr. wurde die Reichsgrenze im Norden an den Rhein zurückgelegt und Augusta Raurica lag somit direkt an der Grenze zu Germanien. Dies verlangte nach einer stärkeren Befestigung: das sogenannte Castrum Rauracense zum Schutz der Brücke zeugt davon.
    Die Umfassungsmauer des Kastells war acht bis zehn Meter hoch und in regelmässigen Abständen mit Türmen bewehrt. Vier Tore führten ins Innere, ein Spitzgraben umgab das Bauwerk. Im Kastell wohnten neben Angehörigen der römischen Armee auch Zivilpersonen. Seit neuestem können die Überreste mit einer lustigen Foto-Schnitzeljagd erlebt werden!
  • L – Legio / Martia
    Die Legio Prima Martia, also die dem Mars geweihte erste Legion, war eine Truppenformation der spätrömischen Armee. Sie war im 3. und 4. Jahrhundert in der Region stationiert und ihre Stempel auf Ziegeln kommen bei Ausgrabungen immer wieder zum Vorschein. Denn Legionäre haben nicht nur gekämpft, sondern auch Ziegel hergestellt oder Strassen gebaut.
  • M – Mosaik
    Mosaikböden in römischen Häusern waren etwas ganz Besonderes. Es gibt sie in vielen Farben und Materialien und sie zeigen alle möglichen Muster – von geometrischen Formen bis zu richtigen Kriegsgemälden. Ausserdem waren sie pflegeleicht – häufig findet man sie in den grossen Speisezimmern der römischen Villen, wo man, wenn man den Texten Glauben schenkt, seine Essenreste gerne mal auf den Boden warf. Doch das Handwerk war aufwendig – für einen 80 Quadratmeter grossen Raum benötigt man mehr als eine halbe Million Steinchen! Wer gerne mal ein kleines Mosaik basteln möchte – in Augusta Raurica gibt es sowohl einen ausführlichen Workshop zu dem Thema als auch ein Drop-In Angebot.
  • N – Neonatengräber
    Gräber von Frühgeburten und Neugeborenen finden sich oft im oder beim Wohnhaus, anders als bei älteren Kindern und Erwachsenen, die ausserhalb des bewohnten Gebietes bestattet wurden. Die Neugeborenen sind teilweise unter der Türschwelle vergraben worden. Der Leichnam wurde dazu auf einen Ziegel gelegt und mit einem Ziegel abgedeckt. Im Stadtgebiet von Augusta Raurica sind 45 um den Geburtstermin herum verstorbene Kinder meist in einfachen Erdgruben bestattet worden. Das jüngste dieser Kinder starb in der 33. Schwangerschaftswoche. Als Gründe für diese Art der Sonderbestattungen werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert: Die Eltern wollten die verstorbenen Neugeborenen bei sich im Haus behalten, man scheute den Aufwand einer Bestattung im Gräberfeld oder die Neugeborenen hatten noch keinen richtigen Platz in der Gesellschaft. Zu diesem spannenden Thema ist im Herbst/ Winter ein «Digitorial» auf der Website von Augusta Raurica aufgeschaltet.
  • O – Ofen
    Brotbacken in Augusta Raurica ist ein Klassiker – während der Hochsaison werden pro Tag bis zu drei Workshops durchgeführt! Und das seit bald 40 Jahren! Eine wichtige Inspiration war der gut erhaltene Ofen, der oberhalb des Museums in den Überresten einer Taberna gefunden wurde. Ein Besuch lohnt sich! Übrigens: In Augusta Raurica findet zurzeit ein Souvenirfoto-Wettbewerb statt – wer also selbst noch Fotos von seinem Römerbrot oder einem Schulausflug von damals hat, kann diese gerne über die Website von Augusta Raurica einreichen.
  • P – Polychromie (farbige Antike)
    Die Antike stellen wir uns häufig strahlend weiss vor – Marmor wohin das Auge blickt. Doch dieser Eindruck täuscht! Die Forschung hat schon länger aufgrund von Farbresten auf Statuen und Tempelfassaden erkannt, dass das Antike Rom in allen Farben geleuchtet haben muss. Seit dem Einsatz von Ultraviolettem Licht können auch völlig verblasste Farben wieder sichtbar gemacht werden. Doch das alte Klischee hält sich teilweise hartnäckig. In Augusta Raurica zeigen Funde von Grabsteine und Wandmalereireste, dass es auch in der Provinz farbig zuging. Die Farben wurden aus Mineralien oder Wurzeln und Russ gewonnen und möglichst naturgetreu aufgetragen.
  • Q – Quintus
    Die Auswahl an römischen Vornamen war nicht besonders gross: Für männliche freie Bürger bestand die Auswahl aus 18 Namen! Da auch der Familienname, ähnlich wie bei uns, gesetzt war, wurde häufig auf einen Dritten Namen zurückgegriffen. Dabei waren Zusätze wie Maior und Minor gebräuchlich – also der oder die Ältere und Jüngere, ähnlich noch wie heute Senior und Junior. Teilweise war es auch Brauch, die Kinder durchzunummerieren, besonders bei Mädchen: Prima, Secunda, Tertia, Quarta, Quinta und so weiter. So einfach kann Namensgebung sein.
  • R – Römerhaus
    Wie haben die Römerinnen und Römer früher gelebt? Ein Besuch im Römerhaus in Augusta Raurica zeigt es Ihnen! Ein besonderes Highlight im Sommer ist der lauschige Innengarten – der schön zeigt, wie die römischen Stadthäuser den Lärm von draussen ausklammerten.
    Bereits 1955 wurde das Römerhaus und kurz darauf das Museum errichtet und war für die damalige Zeit etwas völlig Neues. Inspiriert war es von den Häusern in Pompeji. Im letzten Jahr wurde das Römerhaus mit vielen neue Details und Gegenständen bereichert. Was immer wieder überrascht, sind die Toiletten in der Küche und das grosszügige Bad mit 3 Räumen und Badewannen für verschiedene Wassertemperaturen. Aber auch sonst gibt es viel zu entdecken – ein Besuch lohnt sich wieder mal!
  • S – Silberschatz
    58 kg reines Silber, verarbeitet zu 270 Objekten wie Platten, Löffel, Münzen und vielem mehr: der Silberschatz von Augusta Raurica ist einer der wertvollsten und wichtigsten Schätze der Spätantike.
    Seine Besitzer waren hochrangige Gefolgsleute des Kaisers. Neben Privatgeschenken finden sich im Silberschatz auch Geschenke des Kaisers selbst. Damit sicherte er die Loyalität seiner Untergebenen und festigte die freundschaftlichen Beziehungen.
    Der damalige Wert des Silberschatzes war immens: Er entsprach dem Jahressold von 230 Legionären. Und all dies gehörte zuletzt einem, vielleicht auch zwei hohen Offizieren der Armee. Um 351 n. Chr. vergruben sie den Schatz im Kastell in Kaiseraugst aus Angst vor Überfällen und Räubern. Ausgegraben wurde er nicht mehr – bis 1961, als ein Bagger die Objekte bei Bauarbeiten freilegte. Entdeckt wurde der Schatz durch Zufall im Frühjahr 1962. 18 Stücke tauchten allerdings erst 1995 wieder auf.
  • T – Thermen
    Die Aquädukte machten es möglich – grössere römische Städte hatten fliessendes Wasser, welches Springbrunnen und Badeanlagen für die Bevölkerung versorgte. Doch fliessendes Wasser im eigenen Heim blieb ein Luxus für wenige – die breite Bevölkerung holte Wasser an den Brunnen in der Nachbarschaft und wusch sich in den öffentlichen Bädern. Dort konnte man aber nicht nur planschen – auch Sport wurde in den Innenhöfen betrieben! Und auch die Körperpflege kam nicht zu kurz – hier konnte man sich ungewollte Körperhaare auszupfen lassen oder sich massieren lassen. Die Thermen waren auch ein wichtiger Treffpunkt. Die Männer und Frauen badeten allerdings getrennt.
  • U – Unter der Erde
    Heute sind viele Teile von Augusta Raurica ausgegraben. Doch mindestens genauso viel liegt bisher noch unter dem modernen Augst und Kaiseraugst verborgen. Auch wenn einige «Lustgrabungen» sehr reizvoll wären – so ist zum Beispiel das Forum von Augusta Raurica, also das Zentrum der Stadt, nie systematisch erforscht worden, so wird heute nur noch im Zusammenhang mit Neu- oder Umbauten für Häusern und Strassen gegraben.
  • V – Veteranen
    Im römischen Reich war es Brauch, Soldaten, welche nach 20 Jahren aus dem Dienst entlassen wurden mit Ackerland in den Provinzen zu beschenken. Dort waren sie ein wichtiger Teil der sogenannten Romanisierung der örtlichen Bevölkerung. Sie lebten die römische Kultur vor und wurden zum wichtigen Aushängeschild der Eroberer. In Augusta Raurica wie in den anderen Provinzen gab es ein gesellschaftliches Gefälle – nur wenige besassen das römische Bürgerrecht. Alle anderen waren entweder «Peregrine», also freie, nicht-römische Bürger oder Unfreie. Erst 212 n. Chr. erhielten alle Freien das Bürgerrecht. An gewissen Traditionen schien man hier festgehalten zu haben – so wurden die neuen römischen Götter häufig mit Aspekten ihrer keltischen Vorgänger verschmolzen und gewisse unrömische Kleidungsstücke wurden nach wie vor gerne getragen.
  • W – Wasser
    Bereits früh wurde in Augusta Raurica eine Frischwasserleitung gebaut, die von der Ergolz gespiesen wurde um die Annehmlichkeiten des römischen Lebens ermöglichen. Die 1,80 m hohe Wasserleitung wurde dem Ergolztal entlang errichtet. Um genug Wasser für die ganze Stadt sicherzustellen, wird ein Staudamm an der engsten Stelle der Ergolz vermutet, zwischen dem heutigen Lausen und Liestal. Teilweise ist die Leitung heute noch sichtbar und begehbar – so in Liestal und Füllinsdorf. Das Wasser wurde in der Stadt von einem Wasserschloss aus in Brunnen, Thermen und ausgewählte Stadtvillen der einzelnen Quartiere verteilt. Die Abwasserkanäle, sog. Kloaken flossen in den nächsten Bach. Ein Hafen wird übrigens ebenfalls irgendwo am Rheinufer vermutet, er wurde bis jetzt aber noch nicht gefunden. Für alle «Wasserratten» gibt es diesen Sommer regelmässig ein Mitmachangebot in Augusta Raurica, bei dem gemeinsam ein Schiffchen gebastelt werden kann.
  • X – XXV, Römerfest Jubiläum
    XXV römisch für 25! Es gehört mittlerweile einfach zum Sommer in der Region: das Römerfest! Mit über 1000 Mitwirkenden aus ganz Europa ist das Fest zu einer beachtlichen Grösse gewachsen. 2021 steht ein besonderes Jahr bevor – wir feiern das 25. Jubiläum! Übrigens: Wer noch lustige, schöne oder auch spektakuläre Souvenir-Fotos oder Selfies von vergangenen Römerfesten hat, kann diese im Rahmen des Foto-Wettbewerbs über die Website von Augusta Raurica zusenden. Im Herbst gibt es dazu eine Ausstellung im Gelände mit dem Titel «Ich war auch in Augusta Raurica – Selfies aus drei Jahrhunderten».
  • Y – Ypsilon und Co.
    Was sprachen die Menschen in Augusta Raurica? Die offizielle Amtssprache war sicher Latein. Keltische Dialekte, auch wenn sie bisher nicht nachgewiesen wurden, existierten sicher ebenfalls noch. Geschrieben wurde mit dem auch noch heute gebräuchlichen lateinischen Alphabet, welches zur Römerzeit aus 24 Buchstaben bestand. Das lateinische Alphabet ging aus dem Griechischen hervor. In der Antike galt griechisch als wichtige Bildungssprache. Auf dem Silberschatz von Kaiseraugst hat es zum Beispiel Inschriften auf Griechisch.
  • Z – Ziegelei
    Sie gehören zu jeder Ausgrabung einfach dazu – Ziegel! Egal ob Reste von Bodenplatten, Regenrinnen, Dachziegel oder Leitungsröhren. Doch wo wurden sie hergestellt? Zwei solcher Ziegeleien haben sich in der Liebrüti in Kaiseraugst erhalten. Dort wurden Ziegel und Platten zunächst aus Lehm geformt und an der Luft getrocknet. Danach wurden sie in der Brennkammer gebrannt. Die grossen Öfen geben einen guten Eindruck von der organisierten Massenproduktion, welche zu den Errungenschaften des römischen Reiches gehörten. Die hier produzierten Ziegel wurden sogar in Strassburg (Frankreich) in Biel im Kanton Bern gefunden.

Fokus mit der Hirslanden Klinik Birshof

Aufgrund der Corona-Pandemie musste auch die Hirslanden Klinik Birshof alle nicht-dringlichen Operationen absagen oder verschieben, um das Bruderholzspital gemäss dem Krisenplan mit Personal und Material unterstützen zu können.

Im Basilisk Fokus beleuchten wir, wie es jetzt nach den Lockerungen weitergeht.

Hirslanden Klinik Birshof unterstützt das Bruderholzspital

Während der Corona-Pandemie wurde das Bruderholzspital zum Covid19-Spital. Auch Fachkräfte aus der Hirslanden Klinik Birshof haben das Spital unterstützt. Hier sprechen sie über die Erfahrungen und die Zusammenarbeit in den letzten Wochen.

Im Notfall der Hirslanden Klinik Birshof

Auf den Notfall gehen Sie normalerweise direkt. Corona-bedingt kommt es aber häufiger vor, dass Patienten fragen ob sie vorbeikommen können.
Diese Nachfrage braucht es auch während Corona nicht.

Hygiene rund um eine Operation

Tausende Operationen mussten in den letzten Wochen wegen Corona verschoben werden. In der Hirslanden Klinik Birshof in Münchenstein können unterdessen wieder Operationen durchgeführt werden. Dies wie gewohnt unter strengen Hygiene-Richtlinien. 

Triage Eingang Spital

Zuordnung und Weichenstellung bereits beim Eingang der Hirslanden Klinik Birshof in Münchenstein. Wie die Triage beim Eingang funktioniert, erklären wir im folgenden Beitrag.

Das Leben kehrt zurück

Eine gefühlte Ewigkeit waren die Better der Hirslanden Klinik Birshof in Münchenstein nicht am gewohnten Ort. Jetzt sind sie zurück und es kehrt wieder Normalität ein in Münchenstein.

Fokus mit dem Gesundheitsdepartement Basel-Stadt

Basel bleibt zuhause

Bewegung, Entspannung, Ernährung oder auch verschiedene Tipps und Tricks gegen Langeweile. Zusammen mit Gsünder Basel werden auf der Seite baselzuhause.ch verschiedene Angebote präsentiert. 

 «Social Distancing» auch mit der älteren Bevölkerung

«Social Distancing» ist bei der Bekämpfung des Virus äusserst wichtig. Gemäss Weisung des Bundesamt für Gesundheit  gilt in Alters- und Pflegheimen ein generelles Besuchsverbot, welches auch die Angehörigen miteinschliesst. Wie diese Institutionen mit der aktuellen Situation umgehen, beantworten wir im Basilisk Fokus. 

«Durehebe» im Alltag

Der Bundesrat hat die  «Ausserordentliche Lage» für die Schweiz ausgerufen und verschiedene Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus getroffen. Diese Massnahmen gelten bis zum 19. April bzw. 30. April 2020 und haben Auswirkungen auf unser tägliches Leben, weshalb sich verschiedenste Fragen stellen. Diese beantworten wir mit dem Basler Kantonsarzt Thomas Steffen. 

Häufig gestellte Fragen

Ein neuartiges Virus und viele offene Fragen. Fragen zu Ansteckung und Risiken, Symptome, Diagnose, Behandlung oder Schutz vor Ansteckung? Im Basilisk Fokus beantwortet der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen die häufig gestellte Fragen rund um den Coronavirus.

Coronavirus in Basel

Seit einem Monat hat gilt die ausserordentliche Lage in der ganzen Schweiz. Im Basilisk Fokus äussert sich Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger zur Situation rund um den Coronavirus.