Asylzentrum Muttenz wird stillgelegt

Das Bundesasylzentrum Feldreben in Muttenz wird "bis auf weiteres" stillgelegt. Dies sei eine Folge der rückläufigen Asylgesuche, teilte das Staatssekretariat für Migration mit.

Die Umsetzung der neuen beschleunigten Asylverfahren funktioniere gut, teilte der Bund mit. In Kombination mit anhaltend tiefen Asylgesuchszahlen habe Bundesrätin Karin Keller-Suter "Massnahmen für eine optimale und effiziente Nutzung" der Unterbringungsplätze beschlossen.

Dazu gehört nun die temporäre Schliessung der zwei Bundesasylzentren "ohne Verfahrenfunktion" in Muttenz und Kappelen im Kanton Bern. Damit könnten die Betriebskosten um rund 30 Millionen Franken jährlich gesenkt werden.

Es handle sich aber nur um eine temporäre Massnahme, wie ein Sprecher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. "Sollte sich die Lage ändern, könnten die stillgelegten Plätze innert vier bis zwölf Wochen wieder in Betrieb genommen werden", heisst es auf Anfrage.

Für Rolf Rossi, Leiter der Koordinationsstelle für Asylberwerber im Kanton Baselland, kommt dieser Entscheid nicht überraschend. "Bei der festgestellten grossen Überkapazität an Unterbringungsplätzen ist eine Konzentration auf weniger Standorte durchaus sinnvoll", sagt er. Der Standort Muttenz bleibe aber als "strategische Leistungsreserve" auf Standby.