Waldameisen in Wäldern beider Basel modellhaft erforscht

Das erste flächendeckende Waldameisen-Inventar der Schweiz haben die beiden Basel erarbeitet: 1800 kartierte Nester erlauben Rückschlüsse auf Lebensraumansprüche und ermöglichen gezielten Schutz dieser nützlichen Insekten.

Seit über 50 Jahren stehen Waldameisen in der Schweiz unter Naturschutz, doch erforscht sind die hiesigen Arten erst rudimentär. Nützlich sind sie als Schädlingsregulatoren, Samenverbreiterinnen, Nahrungsquelle und Bodenbelüfter. Zudem halten Waldameisen bestimmte Läuse, die für Bienen wichtigen Honigtau produzieren.

Wissenslücken haben nun das Amt für Wald beider Basel und die Baselbieter Naturschutzfachstelle mit einer flächendeckenden Kartierung der Waldameisennester geschlossen. Die erfassten knapp 1800 Ameisenhaufen dürften rund zwei Dritteln der Gesamtzahl entsprechen, wie das Amt mitteilt.