Arbeitsreicher Jahreswechsel für Basler Polizei

Zehntausende feierten den Jahreswechsel in Basel friedlich und gesittet, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement am Montag mitteilte. Tausende verfolgten das 21-minütige Feuerwerk über dem Rhein nach Mitternacht im Freien, obwohl just zehn Minuten davor teils starker Regen eingesetzt hatte.

Allerdings schätzten einige ihre Trinkfestigkeit respektive die Wirkung diverser Drogen unzutreffend ein - 19 der 43 Sanitätseinsätze hatten einen berauschten Hintergrund. Lärm, Streitereien und Schlägereien hielten die baselstädtischen Sicherheitskräfte bis in den frühen Morgen hinein auf Trab.

Wie schon im Vorjahr versammelten sich überdies einige Dutzend Personen im St. Johann-Quartier zu einer unbewilligten Demo. Auf ihrem Zug ab etwa 22 Uhr ins Kleinbasel zum Hirscheneck kam es laut dem Basler Sicherheitsdepartement zu Schmierereien und Behinderungen des öffentlichen Verkehrs.

Ausserdem ging bei der Polizei kurz nach 1 Uhr früh die Meldung ein, dass eine Liegenschaft an der Schwarzwaldallee 269 von Vermummten besetzt werde. Das ältere Mehrfamilienhaus war im August 2017 nach zweieinhalb Jahren Besetzung geräumt worden.

Angerückte Polizeikräfte verhinderten einen erneute Besetzung. Die Feuerwehr sicherte danach das aufgebrochene Gebäude provisorisch, wie das Sicherheitsdepartement weiter mitteilte. Laut einem Polizeisprecher kam es dabei nicht zu einer handgreiflichen Konfrontation.

In der Folge wurden allerdings in der Nachbarschaft Sachbeschädigungen begangen, etwa Abfalleimer angezündet, welche die Behörden der Besetzerszene zurechnen.

Im Kanton Baselland ist der Jahreswechsel ziemlich ruhig verlaufen. Wie ein Sprecher der Baselbieter Polizei gegenüber Basilisk bestätigt, ist es nur zu verzeinzelten Sachbeschädigungen wegen Streichen mit Feuerwerkskörpern gekommen. Ausserdem musste die Polizei vereinzelte Streitereien schlichten, die nach übermässigem Alkoholkonsum ausgebrochen waren. 

(1. Januar 2018)